Layer2

CertiK-Bericht: Web3-Verluste ubersteigen im H1 2026 1,31 Milliarden Dollar

06. Juli 2026 · TheDefiant

Die Blockchain-Sicherheitsfirma CertiK hat am Montag ihren Hack3D H1 2026 Bericht veroffentlicht, und die Zahlen sind alarmierend: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 verzeichnete die Web3-Branche Verluste von uber 1,31 Milliarden Dollar across 344 sicherheitsrelevante Ereignisse. Nach Berucksichtigung von eingefrorenen und wiederhergestellten Geldern verbleiben Nettoverluste in Hohe von rund 1,2 Milliarden Dollar. Damit stiegen die Schaden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent, bereinigt um die Bybit-Baseline.

CertiK Hack3D H1 2026: Die wichtigsten Zahlen im Uberblick

Der Bericht liefert eine detaillierte Aufschlusselung der Vorfalle. Die 344 dokumentierten Ereignisse umfassen Smart-Contract-Exploits, Phishing-Angriffe, Rug Pulls, private-key-Kompromittierungen und Oracle-Manipulationen. Besonders auffallig ist, dass die durchschnittliche Schadenssumme pro Vorfall gestiegen ist, was auf eine zunehmende Professionalitat der Angreifer hindeutet.

Die Zahlen zeigen, dass die Branche trotz verbesserter Auditing-Standards weiterhin stark gefahrdet bleibt. Die 28-Prozent-Steigerung exklusive der Bybit-Baseline bedeutet, dass das Problem struktureller Natur ist.

Zeitlinie der sicherheitsrelevanten Ereignisse im H1 2026

Die Verteilung der Vorfalle uber das erste Halbjahr 2026 zeigt ein klares Muster. Wahrend der ersten funf Wochen konzentrierten sich die Angriffe vorwiegend auf DeFi-Protokolle mit geringerer Marktkapitalisierung. Ab Mitte Februar verlagerte sich der Fokus der Angreifer zunehmend auf Cross-Chain-Bridges und Layer2-Netzwerke, wo grobere Liquiditatspools als attraktives Ziel identifiziert wurden.

Im April und Mai 2026 kam es zu einer Haufig von Phishing-Kampagnen, die sich gezielt gegen Nutzer von Wallet-Anbietern richteten. CertiK dokumentierte allein in diesem Zeitraum uber 80 Vorfaelle mit kombinierten Verlusten von mehr als 180 Millionen Dollar. Im Juni flauten die Aktivitaten leicht ab, jedoch verzeichnete der Monat dennoch einen Grossangriff auf ein Layer2-Rollup, der allein 45 Millionen Dollar verursachte.

NEAR Protocol und die Layer2-Sicherheitslandschaft

Im Kontext des Berichts ruckt auch NEAR Protocol in den Fokus. Als Layer1-Netzwerk mit starkem Layer2-Okosystem uber Nightshade-Sharding und weitere Skalierungstechnologien ist NEAR nicht direkt von den dokumentierten Vorfallen betroffen, doch die branchenweiten Zahlen haben indirekte Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Layer2-Projekten generell.

NEAR Protocol verfugt uber eine eigene Sicherheitsinfrastruktur, die auf formal verifizierten Smart Contracts und einem dedizierten Audit-Programm basiert. Dennoch betont der CertiK-Bericht, dass kein Netzwerk vollstandig immun gegen Angriffe ist. Die Herausforderung liegt zunehmend im sozialen Engineering und in der Interaktion zwischen verschiedenen Protokollen, wo kompositionelle Risiken entstehen.

Auswirkungen auf den Markt und die Reaktion der Anleger

Die Marktteilnehmer reagierten unterschiedlich auf die Veroffentlichung des Berichts. Wahrend kleinere Altcoins, die in der Vergangenheit Sicherheitsvorfalle verzeichneten, sofortige Kursruckgange erlitten, blieben die groben Kryptowahrungen wie BTC und ETH weitgehend unbeeindruckt. Dies deutet auf eine zunehmende Differenzierung im Markt hin: Investoren bestrafen Protokolle mit Sicherheitsdefiziten deutlich harsher als noch im Vorjahr.

NEAR selbst zeigte keine signifikanten Preisreaktionen auf den Bericht, was darauf hindeutet, dass das Netzwerk als relativ sicher eingestuft wird. Dennoch sank das Handelsvolumen im unmittelbaren Umfeld der Veroffentlichung leicht, was auf eine kurzfristige Risikoaversion bei Layer2-Token hinweist.

Sicherheitsmaßnahmen von Backpack zum Schutz der Nutzer

Als Krypto-Exchange mit Fokus auf Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit hat Backpack auf die alarmierenden Zahlen reagiert. Die Plattform setzt auf Multi-Party-Computation (MPC) fur die Verwahrung von Nutzerassets und fuhrt regelmaßige externe Sicherheitsaudits durch. Zudem implementiert Backpack ein Echtzeit-Monitoring-System, das verdachtige Transaktionen automatisch kennzeichnet und blockiert.

Zu den konkreten Maßnahmen gehoren:

Lehren fur die Branche

Der CertiK-Bericht macht deutlich, dass die Branche ihre Sicherheitsbemuhungen intensivieren muss. Die 28-Prozent-Steigerung der Verluste ist ein deutliches Signal, dass technische Verbesserungen allein nicht ausreichen. Es bedarf eines ganzheitlichen Ansatzes, der menschliche Faktoren, Smart-Contract-Sicherheit und Netzwerkarchitektur gleichermaßen umfasst.

Besonders die Layer2-Landschaft steht vor der Herausforderung, Skalierbarkeit mit Sicherheit in Einklang zu bringen. Die zunehmende Komplexitat der Cross-Chain-Interaktionen eroffnet neue Angriffsflachen, die traditionelle Auditing-Methoden nicht vollstandig abdecken konnen.

Ausblick auf die zweite Jahreshalfte 2026

CertiK prognostiziert, dass die Verluste im Jahresverlauf 2026 die Marke von 2,5 Milliarden Dollar uberschreiten konnten, falls die aktuellen Trends anhalten. Die Firma empfiehlt Protokollentwicklern, in formale Verifikation zu investieren und Bug-Bounty-Programme auszuweiten. Fur Anleger bedeutet dies, dass eine sorgfaltige Due Diligence vor der Nutzung neuer Protokolle unverzichtbar bleibt.

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Haufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie hoch waren die Web3-Verluste im ersten Halbjahr 2026?

Laut dem CertiK Hack3D H1 2026 Bericht betrugen die Bruttoverluste 1,31 Milliarden Dollar across 344 Ereignisse. Nach Abzug eingefrorener und wiederhergestellter Mittel verbleiben Nettoverluste von rund 1,2 Milliarden Dollar.

Was ist der CertiK Hack3D Bericht?

Der Hack3D-Bericht ist eine halbjahrliche Publikation der Blockchain-Sicherheitsfirma CertiK, die alle bekannten sicherheitsrelevanten Vorfalle im Web3-Bereich dokumentiert und analysiert. Er dient der Branche als Branchenbenchmark fur Sicherheitsvorfalle.

Wie wirkt sich der Bericht auf NEAR Protocol aus?

NEAR Protocol war nicht direkt von den dokumentierten Vorfallen betroffen. Der Bericht hebt jedoch branchenweite Sicherheitsrisiken hervor, die indirekt die Wahrnehmung aller Layer2- und Skalierungsprojekte beeinflussen konnen.

Wie schutzt Backpack die Nutzer vor Sicherheitsvorfallen?

Backpack setzt auf MPC-Verwahrung, regelmaßige externe Audits, Echtzeit-Monitoring, Whitelisting von Abhebungsadressen und Verzogerungsmechanismen bei großen Transaktionen, um Nutzer vor Sicherheitsrisiken zu schutzen.

Welche Arten von Angriffen waren am haufigsten?

Die haufigsten Angriffsvektoren im H1 2026 waren Phishing-Kampagnen, Smart-Contract-Exploits, Zugriffsverletzungen durch kompromittierte private Keys sowie Oracle-Manipulationen in DeFi-Protokollen.

Dieser Inhalt stellt keine Anlageberatung dar. Der Handel mit Kryptowährungen birgt hohe Risiken. Bitte führen Sie Ihre eigene Recherche durch.